1,3 m Jersey vom Stoffmarkt, ein Rest Cord vom letzten Projekt, ein Coupon, der einfach zu schön war, um ihn liegen zu lassen – und jetzt die Frage: Was nähe ich daraus? Ich kenne das aus meinem eigenen Regal: Da liegen Stoffe, die ich mal „für irgendwas“ gekauft habe, und ich blättere Schnitt für Schnitt durch die Stoffverbrauchstabellen. Genau dafür gibt es jetzt den SEAMONE Stoffplaner. Du gibst ein, wie viel Stoff du hast, und siehst sofort, welche Schnitte in deiner Größe hineinpassen.

So funktioniert der Stoffplaner
- Stoffmenge eingeben – zum Beispiel 1,3 m.
- Damen oder Herren und deine Größe wählen. Deine Größe kennst du noch nicht? Dann zuerst in den Größenrechner – er sagt dir auch, ob du verlängern, kürzen oder eine FBA/SBA machen solltest. Das ändert auch den Stoffverbrauch.
- Stoffart wählen: Webware (z. B. Cord, Denim, Leinen, Popeline) oder Maschenware (z. B. Jersey, Sweat, Strick) – und wenn du magst, die Stoffgruppe. So landen keine Jersey-Shirts in der Liste, wenn du einen Rest Cord in der Hand hast.
Der Stoffplaner vergleicht deine Menge mit dem Stoffverbrauch aus unseren Maßtabellen und zeigt dir alle Schnitte, die passen – mit Bild, Name und der Menge, die der Schnitt in deiner Größe braucht. Darunter stehen unter „Knapp daneben“ die Schnitte, für die nur bis zu 30 cm fehlen – vielleicht reicht es mit einer kürzeren Variante, einem schmaleren Saum oder einem zweiten Stoff für Bündchen und Belege.
Ein Beispiel: 1,3 m Stoff, Damen, EU 40
Das ist die Situation aus dem Screenshot oben. Mit 1,3 m passen neun Schnitte: Follsjå, Rølla und Tissø, Rømø als kurze Variante, Vendla, Holstebro als kurze Variante, Fanø, Tofte als Tunika und Møn. Mølna und Mønsted brauchen 1,55 m – da fehlen nur 25 cm, mit einem Kontraststoff für Kragen und Bündchen geht es sich bei Mølna trotzdem aus. Mit 1 m Stoff bleiben immer noch Vendla, Holstebro (kurz), Fanø, Tofte und Møn. Ein Meter Stoff ist also kein Rest, sondern ein Oberteil.
Varianten sparen Stoff
Viele SEAMONE Schnitte haben Varianten, die deutlich weniger Stoff brauchen: eine kürzere Länge, Shorts statt langer Hose, Tunika statt Kleid oder Pullover statt Jacke. Der Stoffplaner zeigt dir immer die größte Variante, die in deine Menge passt, und schreibt dazu, welche es ist – „als kurz“, „als Tunika“. Du musst also nicht erst die Anleitung öffnen, um zu wissen, was aus deinem Stoff wird.
Reste kombinieren
Schnitte mit Teilungen wie Spliid kannst du aus zwei oder drei Stoffresten nähen – Vorderteil aus dem einen, Ärmel aus dem anderen. Der Stoffplaner markiert sie. Rechne dann für jedes Teil einzeln mit dem Lagenplan aus der Anleitung, und lege die Teile vor dem Zuschnitt einmal probeweise auf den Stoff.
Gut zu wissen
- Alle Mengen gelten für 140 cm Stoffbreite. Ist dein Stoff schmaler, brauchst du mehr.
- Futter und Bündchen sind nicht eingerechnet.
- Stoffe mit Musterrichtung oder Strich (Cord, Samt, große Motive) brauchen oft etwas mehr, weil alle Teile in eine Richtung liegen müssen.
- Stoff vor dem Zuschnitt waschen – er kann eingehen, vor allem Baumwolle, Leinen und Viskose. Miss die Menge erst nach dem Waschen und gib die in den Stoffplaner ein.
Der Stoffplaner steht als eigene Seite bereit, auf jeder Produktseite unter „Stoffverbrauch“ und in den Kollektionen gleich neben dem Größenrechner. Und wenn dein Lieblingsschnitt noch fehlt: Die Stoffdaten kommen Schnitt für Schnitt dazu, sobald die Anleitungen ins neue Design umgezogen sind.



Kommentare (0)